zugleich sind unsere Immobilienportale. Auf der einen Seite sind sie nicht mehr aus unserer Werbung wegzudenken, auf der anderen Seite produzieren sie jedes Jahr mehr und mehr Kosten. Natürlich werden sogenannte Preisanpassungen immer mit einer verbesserten Nachfrage oder größere Besucherzahlen auf deren Seiten begründet. Dies mag sein, letztlich aber bringt uns dies aber nicht wirtschaftlichen Nutzen, also mehr Umsatz.

Es werden schöne Mediadaten vorgelegt, gezeigt welche Portale “ganz vorn” sind. Man bekommt Statistiken mit Zahlen zu Exposeversendungen, angezeigten Exposes, Exposeaufrufen und dergleichen. Bei den Zahlen wird einem ganz schwindelig, so hoch sind diese manchmal. Ich kann mich täglich daran reich rechnen. Und natürlich die Vielzahl der eMail-Anfragen.

Schaut man sich das Datenmaterial mal genauer an und gleicht dieses mit den eigenen Daten ab, müsste eigentlich in jedem Maklerbüro Ernüchterung eintreten. Alles ist reichlich Augenwischerei.

Sind wir mal ehrlich, in den “guten alten Zeiten” mit Morgenpost und Tagesspiegel mussten Kunden erst einmal zum Telefon greifen und bei einem Maklerbüro anrufen. Dies ist mit einem gewissen Arbeitsaufwand verbunden gewesen; heute liegen die eigenen Adressdaten spätestens nach der ersten Eingabe/Erfassung ständig im Versandfenster und eine Zuckung des Zeigefingers reicht aus, um einem Maklerbüro eine eMail-Anfrage zu übermittelt. Spätestens nach dem dritten Klick wissen die viele nicht mehr, um welches Angebot es eigentlich ging.

Letzeres ist menschlich und auch eigentlich kein Problem, damit aber die (hohen) Einstell-Preise der großen Portale zu begründen, ist genau genommen, lächerlich.

Und dann muss man bei diesem Thema noch über die Preistreiberei von Immobilienscout sprechen. Oder sollte man von der Telekom reden ? Diese ist nämlich der Besitzer. Fakt ist, dass vor gut 2 Jahren Scout eine Preisspirale in Bewegung gesetzt hat, die sich immer noch dreht. Natürlich hat Immonet (Springer) bald nachgezogen und das eine oder andere Portal auch.

Na gut, die Makler ärgern sich vielleicht darüber und das war’s dann. Auch der IVD als unsere Standesvertretung kümmert sich lieber um die große Politik und nicht um die “kleinen” Preise. Aber IVD und Immobilienportale – das ist nochmals ein Thema für sich. Dazu später mehr.