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Hinweise und Hilfen für unserer Eigentümer und Bewohner zur Vermeidung von Schimmelbildung in Wohnungen

Schimmelvermeidung liegt im Interesse von Eigentümer und Bewohner einer Wohnung. Schimmel macht krank und verursacht Kosten für seine Beseitigung. Meist ist Schimmelbildung auf falsches Lüftungs- und Wohnverhalten zurück zu führen, seltener auf Baumängel.
Nachstehend stellen wir Ihnen einen Taupunktrechner zur Verfügung, mit dem Sie abschätzen können, bei welchen Wandoberflächentemperaturen der sogenannte Taupunkt erreicht wird. Messen Sie Ihre Raumtemperatur, die Luftfeuchtigkeit im Raum und die Oberflächentemperatur an geeeigneter Stelle im betreffenden Raum. Geben Sie Raumtemperatur und Luftfeuchte in den nachstehenden Rechner und lassen Sie sich den Taupunkt errechnen. Vergleichen Sie diesen Wert mit der gemessenen Wand-Oberflächentemperatur. Diese muß höher sein als der errechnete Taupunkt.

Zur genauen Prüfung und Ursachenermittlung sprechen Sie unser Büro an, wir erstellen Ihnen ein Meß- und Prüfprotokoll, halten den aktuellen Schadenszustand fest und geben Ihnen die nötigen Hinweise und Hilfen, damit Schimmelbildung vermieden werden kann.

Was bedeutet der Taupunkt?

Der Taupunkt gibt die Temperatur an einer Stelle (in der Regel an der Wandoberfläche) an, bei der Tauwasserbildung auftritt. Die betroffenen Bereiche werden feucht, z.B. Tapete, Ecken oder Fenster.
Hält sich die Feuchtigkeit über längere Zeit, können sich die Schimmelpilze gut entwickeln und bilden reichlich neue Schimmelsporen. Bei bestimmten Pilzen können sich auch Schimmelgifte, sogenannte Mykotoxine, gebildet werden.

Zusätzliche Informationen zum Thema und einen praktischen Taupunktrechner von einem Fachmann finden Sie hier.


Wie erreicht man die richtige Temperatur und Luftfeuchtigkeit und vermeidet Schimmel?

  • Den Taupunkt feststellen, bzw. beobachten. Die Wandoberflächentemperatur (!) sollte nicht unter 15 Grad kühlen
  • Bei Abwesenheit nie Heizung ganz abschalten. Das Halten einer abgesenkten Durchschnittstemperatur ist sparsamer.
  • Innentüren zwischen unterschiedlich geheizten Räumen geschlossen halten (Schlaf-Wohnbereiche)
  • Die Fenster kurzzeitig ganz öffnen ( Stoßlüftung), Kippstellung ist wirkungslos, verschwendet Heizener-gie, kann sogar Schimmelbildung fördern.
  • Quer durch die Wohnung/Räume lüften.
  • Bei jedem Wetter, auch bei regen lüften. Kalte Außenluft ist trockener als die warme Zimmerluft.
  • Je kühler die Zimmertemperatur, desto öfter muss gelüftet werden.
  • Je kälter es draußen ist, desto kürzer muss gelüftet werden
  • Bei dichten Isolierglasfenstern häufiger lüften.
  • Bäder auf dem kürzesten Weg in Richtung draußen lüften. Gleiches gilt für Küchen ohne Abluftventila-tor oder zu klein dimensionierten Ventilator. Größere Wasserdampfmengen gezielt weglüften. Bei innen liegenden Bädern und Duschen Lüftungsgeräte laufen lassen, bis die Fliesen wieder abgetrocknet sind.
  • Bei zu trockener Raumluft, insbesondere im Winter. Sind elektrische Luftbefeuchter empfehlenswert, da Lüften bei niedrigen Außentemperaturen die Luftfeuchtigkeit eher noch senkt.
  • Morgens einmal kompletten Luftwechsel durchführen, Durchzug machen, in jedem Zimmer die Fenster weit öffnen.
  • Vormittags und nachmittags nochmals die Zimmer lüften, in denen sich Personen aufgehalten haben.
  • Abends wieder einen kompletten Luftwechsel inkl. Schlafzimmer vornehmen.
  • Bei Abwesenheit ( Berufstätigkeit) reicht es, morgen und abends zu lüften. Wenige Minuten sind meist ausreichend.
  • Raumklimatisch behaglich sind 40-60% Luftfeuchte anzusehen (ab 65% besteht Schimmelgefahr !)
  • Vorhänge in Ecken und Nischen behindern die Lüftung, Bilder mit 1 cm dicken Korkscheiben hinterlegen.
  • Möbel und Schränke nicht direkt an die Wände, und niemals direkt an die Außenwände stellen. Immer einen Mindestabstand von 5 cm einhalten, damit die Luft zirkulieren kann.
  • Wandoberflächen nicht dampfdicht versiegeln. Keine Vinyltapeten o.ä. verwenden.
  • Möglichst keine Wäsche in der Wohnung trocknen, keine großen Aquarien in den Wohnungen halten.
  • Pflanzen in angemessener Anzahl im Raum halten, in kritischen Räumen eher weniger Pflanzen halten
  • weitere hilfreiche Infos und Tips finden Sie auch unter hier


  • Download: Merkblatt Schimmelvermeidung




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